Ein Kleinanzeigenmarkt für Gemeingut.
Zum Beispiel für Software.



Achtung: Das hier vorgestellte System soll zunächst vorwiegend zur Diskussion gestellt werden, die Seiten sind noch unfertig und nicht komplett. Außerdem bitte ich um zustimmende oder kritische Rückmeldungen / Kommentare per E-Mail an r.wiesemann@villa-vogelsang.de

Angebote
Produzenten bieten an, die folgenden Werke gegen Einmal-Honorar der Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen:
Die Honorarforderung beträgt:
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Gesuche
Verbraucher möchten die folgenden virtuellen Werke gegen Einmal-Honorar für die Allgemeinheit ankaufen: In der Summe bieten die Verbraucher zur Zeit folgendes Honorar an:
hier klicken, um ein neues Gesuch hinzuzufügen

E-Mail-Hilfesystem auf Bezahlbasis*
5.000 €
Hotelbelegungsplan im Internet*
5.000 €
Roman über eine Welt, in der das Internet von einer Firma monopolisiert wird*
10.000 €

*In Kürze kann man auf jedes Werk klicken und genauere Informationen darüber erhalten. Ebenso kann in Kürze
jeder Produzent und jeder Verbraucher Einträge hier schalten.

Regeln:
Produzenten und Abnehmer nehmen bitte direkt Kontakt miteinander auf. Diese Seite ist lediglich eine Kommunikationshilfe, genau wie ein Anzeigenblatt für materielle Güter. Wir übernehmen keinerlei Verantwortung dafür, was Produzent und Abnehmer untereinander vereinbaren, alle Beteiligten bleiben frei, wir stellen lediglich eine Plattform, um die Beteiligten zusammenzubringen und machen einen Vorschlag, welche Vereinbarungen die Beteiligten in freier, individueller Vereinbarung treffen können. Selbstverständlich sind auch andere Vereinbarungen möglich.

Tipp:
Innerhalb des hier vorgeschlagenen Marktes steht ein Werk nur entweder komplett frei der Allgemeinheit zur Verfügung oder es gehört noch dem Hersteller und darf außer zu Testzwecken überhaupt nicht verwendet werden. Daraus folgt, daß Produzenten auf sehr einfache und sichere Weise dafür sorgen können, daß  ihr Werk nicht ohne Bezahlung verwendet wird: Man kann eine noch-nicht-freie Software zu Testzwecken auf der eigenen Homepage zum Download anbieten, aber diese Software kann z.B. in Ausdrucken immer den Hinweis hinzufügen, daß es illegal ist, die Software schon jetzt einzusetzen. Dadurch, daß vor dem Verkauf an die Allgemeinheit nur eine einzige Version der Software im Umlauf ist (nämlich diese Testversion), kann der Produzent mit größter Sicherheit dafür sorgen, daß sein Werk nicht illegal verwendet wird.




Kurze Erläuterung
Wenn man etwas ohne Aufwand und Kosten kopieren kann, dann könnte es jedem kostenlos zur Verfügung stehen, nachdem der Produzent bezahlt worden ist. Diese Seiten sind wie ein Kleinanzeigenmarkt - unter "Angebote" bieten Produzenten ihre Güter an, unter "Gesuche" suchen Konsumenten bestimmte Dinge.

Einziger Unterschied: In diesem "Kleinanzeigenmarkt für Gemeingut" geht das Produkt nach dem Verkauf in den Besitz der Allgemeinheit über und deshalb ist der Markt so aufgebaut, daß mehrere Konsumenten Geld zusammenlegen können, um ein Produkt zu kaufen.


Hintergrund

Mit dem Kopf durch die Wand.
So erscheint der krampfhafte Versuch, die Prinzipien, die sich in der materiellen Welt bewährt haben, unverändert auch auf immaterielle Dinge übertragen zu wollen

Materielle und immaterielle Dinge sind  verschieden
Wer z.B. Kopien seiner Software weitergibt, verliert dadurch nichts - er gewinnt sogar durch die zunehmende Verbreitung. In der materiellen Welt ist das ganz anders: Wenn ich jemandem meine Schale Reis gebe, dann habe ich selbst nichts mehr.

Chancen nutzen!
Wenn Reis und Getreide genauso einfach kopierbar wären wie Software, dann gäbe es keinen Hunger auf der Welt. Es wäre absurd, über künstlich aufgebaute Hemmnisse diese wunderbare Eigenschaft  "kostenlose Kopierbarkeit" einschränken zu wollen.

Seien wir doch froh, daß ausgerechnet solche Güter eine zunehmende Bedeutung erlangen, die nicht knapp sind und die jedem beliebig zur Verfügung stehen können.

Produzenten bezahlen
Der Verkaufsvorgang war immer darauf bezogen, daß Leistungen ausgetauscht werden. In der materiellen Welt muß jedes Exemplar "Kaffeetasse" produziert werden und es kann nur von einem Menschen gleichzeitig genutzt werden. Es macht Sinn, jede einzelne Kaffeetasse zu verkaufen.

In der virtuellen Welt wird das Produkt jedoch tatsächlich nur einmal angefertigt. Im Falle von Software ist der Produktionsvorgang ein für alle mal beendet, sobald das erste Exemplar fertig ist. Es macht Sinn, auch hier den Produktionsvorgang zu bezahlen - interessierte Anwender schließen sich zusammen, machen dem Produzenten ein Kaufangebot und wenn man sich einigt, dann wird die Software der Allgemeinheit zur Verfügung gestellt, darf von jedem frei kopiert, benutzt, weiterentwickelt werden.

"Die ersten sind die Dummen?"
Diejenigen Anwender, die sich zusammengetan haben, um dem Produzenten seine Software abzukaufen, sind die einzigen, die etwas bezahlen. Alle späteren nutzen die Software kostenlos.

Vermutlich werden deshalb vor allem gewerbliche Anwender zusammenlegen, um Software für die Allgemeinheit zu kaufen: Ein gewerblicher Anwender verdient mehr Geld, wenn er nützliche Software sofort kauft, als wenn er monatelang darauf wartet, daß irgendjemand anderes sich findet. Private Anwender werden wohl eher abwarten, bis die Software gekauft worden ist.

Dennoch haben beide ihren Nutzen: Die gewerblichen Anwender profitieren erheblich davon, daß ihre Software auch von privaten genutzt wird, weil jeder Beitrag von privater Seite (Test neuer Versionen, Fehlermeldungen, Verbesserungen) für sie eine Kostenersparnis im Zuge der Softwarepflege darstellt.

Ein freies, offenes System
Das hier vorgestellte System ist eigentlich nichts anderes als ein für den Kauf von Gemeineigentum modifiziertes "Anzeigenblatt". Der Unterschied zu den gängigen Blättern (und damit der Grund, warum es diese Aktion gibt) liegt lediglich darin, daß mehrere Käufer ihr Geld zusammenlegen können, um ein Gut zu erwerben, das dann später der Allgemeinheit gehört.

Änderungen vorbehalten.

 


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