Was Mikrozahlungen verändern könnten

ein Gedankenexperiment:
was wäre, wenn der Besuch einer Webseite einen Cent kosten würde, und es gäbe eine einfache, angemessen günstige Zahlungsmöglichkeit dafür? Wenn diese Webseite Euch von einem Freund oder einer geschätzten Newsseite empfohlen wurde: würdet Ihr den einen Cent nicht problemlos zahlen?

Angesichts der Preise, die Paypal für eine Transaktion nimmt, scheint das utopisch. Ist es aber nicht. Auf dem Frühjahrsfachgespräch der GUUG hat Gökhan Köse eine solche Zahlung live demonstriert, und die Bitcoin-Nerds Eures Vertrauens bauen auch schon Selbst-Bastel-Lösungen
für solche Zahlungssysteme: Bitcoin- und Lightning-Nodes im Test – RaspiBlitz

10 Sekunden dauerte in dem verlinkten Artikel die Zahlung. Zu langsam für Webseiten? Vielleicht. Wenn ich mir anschaue, wie viele Newsartikel ich inzwischen über Mozilla Pocket lese: oft vielleicht doch kein so großes Problem. Und von Krautreporter höre ich, dass ich wohl nicht der einzige bin, der Pocket nutzt.

Ich muss Euch nicht erklären, was es bedeuten würde, wenn es ein einfaches, günstiges und dezentrales Bezahlsystem für Webseiten gäbe, oder?

Leuchtet nicht ein? OK, nächstes Beispiel:
was wäre, wenn Ihr für jede Email an Euch einen Cent verlangen würdet. Und es gäbe eine einfache Möglichkeit für die Absender, diesen Cent zu bezahlen. Welche Absender würden Euch keine Mails mehr schicken?
Und wer würde es weiterhin tun?

Hier wären die 10 Sekunden, zumindest bei der ersten Mail zwischen Euch und Eurem Bekannten, kein Problem.

Hört sich nach der Lösung für das Spam-Problem an, oder?