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Hilfe zur Selbsthilfe für Flüchtlinge

Wir wollen in Deutschland ankommenden Flüchtlingen helfen. Dabei sind wir auf den seit 2001 existierenden Verein „Refugees Emancipation e. V.“ gestoßen: der besteht aus Geflüchteten, die selbstorganisiert Flüchtlingsheime mit Internetcafés ausstatten.

„Das Linuxhotel verdoppelt bis zu einem Gesamtbetrag von 10.000 € alle Spenden, die bei der Spendenkampagne für den Refugees Emancipation e. V. zusammenkommen. Wir hoffen, dadurch viele weitere Spender zu motivieren.“
(Ingo Wichmann, Linuxhotel)

Internetcafé von Flüchtlingen für Flüchlinge
Internetcafé von Flüchtlingen für Flüchlinge

Asylbewerbende befinden sich in einer prekären Lage – nachdem sie aus einer anderen geflohen sind. In Deutschland sind sie oft isoliert und haben wenig Möglichkeit zur gesellschaftlichen Teilhabe. Sie sind in den Unterkünften zahlreichen Sanktionen und Restriktionen ausgesetzt. Hinzu kommen das für Laien kaum verständliche komplizierte Asylrecht und bürokratische Hürden, die selbst für Menschen mit Deutschkenntnissen nur schwer zu bewältigen sind.

Mit einem Internetzugang können die Menschen nicht nur Kontakt zu ihren Verwandten und Bekannten aufnehmen und halten, sondern auch mit der Öffentlichkeit kommunizieren, in der meistens nur über sie gesprochen wird. Darüber hinaus können sie so auf Informationen über ihre Heimatländer, Gesetze, ihre Rechte und Übersetzungshilfen zugreifen. Darüber hinaus werden den aus ihrer Heimat Vertriebenen Grundkenntnisse im Umgang mit Computern vermittelt, damit sie sich letztlich eine eigene Stimme verschaffen können – auch um wiederum anderen zu helfen.

„Leider ist in einer Großzahl der Unterkünfte in Deutschland heute kein Internet verfügbar, geschweige denn die nötige Ausstattung für Geflüchtete ohne eigene Endgeräte.“
(Daniel Krüger, Sprecher des Unterstützerkreises)

Dank Open-Source Software und Freifunk kann der Verein trotz begrenzter Mittel bereits 8 Heime mit Internetcafés versorgen. Doch damit der Verein auch in vielen anderen Heimen Hilfe zur Selbsthilfe leisten kann, braucht es Geld.

Wir vom Linuxhotel sehen hier die Möglichkeit, bedarfsorientiert und zielgenau zu helfen. Wir würden uns freuen, wenn auch Du Dich mit einer Spende an der Kampagne des Unterstützerkreises beteiligst:

https://www.betterplace.org/de/projects/20601-internetcafes-computerkurse-fur-gefluchtete

Vielen Dank an den Unterstützerkreis aus Chaos Computer Club e.V., Freifunk Berlin und Förderverein freie Netzwerke e.V.

Update vom 5.10.2015:

Das ging ja schnell! In wenigen Tagen haben weit über 100 Spender mitgeholfen, dass die 10.000 € zusammen kommen. Vielen Dank an Euch! Das zeigt: Nicht nur wir sehen, dass Refugees Emancipation e.V. eine wichtige Aufgabe übernimmt.

Update vom 30.09.2015:

30% sind jetzt finanziert. Hilf mit, dass daraus 100% werden!

SAP Chief Security Officer will nicht für deren Open-Source Software verantwortlich sein

Justin Somaini, der neue Chief Security Officer bei SAP, wird im Handelsblatt zitiert:

„Open Source bedeutet auch, dass niemand wirklich verantwortlich ist, Fehler zu finden oder zu beheben.“
(Justin Somaini, Chief Security Officer SAP)

Das ist eine schlechte Nachricht für SAP Kunden. Denn auch SAP verbaut jede Menge Open-Source Software vom Java OpenJDK bis zu jQuery. Und ja, wie in jeder Software werden auch in Open-Source Software Sicherheitslücken gefunden.

Als Kunde gehe ich davon aus, dass sich mein Lieferant um die Sicherheit seiner Produkte kümmert. In dem er die bekannten Lücken schließt. Und das möglichst proaktiv.

Wenn der Chief Security Officer eines großen Softwareunternehmens für sicherheitskritische Komponenten seiner Produkte keine Verantwortlichen benennen kann, dann hat er wohl seine Hausaufgaben nicht gemacht.

Andere Unternehmen schaffen das. Andere Unternehmen haben verstanden, dass Open-Source Software nicht einfach vom Himmel fällt. Und begleiten deren Entwicklung mit eigenen Entwicklern, oder bezahlen andere dafür, damit die das tun. Erst durch den Support wird aus Open-Source Software ein marktfähiges Produkt.

Manche Kollegen von Justin Somaini bei SAP haben das übrigens schon länger verstanden: Unter http://scn.sap.com/docs/DOC-29056 schreibt sein Kollege Matthias Steiner: „SAP contributes actively to a number of Open Source projects.“, und zählt darunter namhafte Open-Source Projekte auf.

http://www.handelsblatt.com/technik/it-internet/cebit2016/rsa-sicherheitskonferenz-irgendwann-machen-sie-alle-einen-fehler/13052788-2.html
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